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Interview mit Michael Schumacher
Geschäftsführer von X-Wood®

Als fortschrittliches und etabliertes Hallenbau-Unternehmen bringt X-Wood® ein breites Erfahrungsspektrum in der Konzeption und Realisierung von Holzhallen in gewerblichen und industriellen Anwendungen sowie Freizeithallen mit. Aktuell baut das Unternehmen die Lagerhalle von Hilger Holz in Kall, und auch Bürogebäude und Gewerbehalle des Holzhändlers stammen von X-Wood®.


Herr Schumacher, was macht das Bauprojekt besonders?

Das Gesamtprojekt ist so fortschrittlich, dass es in Deutschland als Vorzeigeobjekt gelten kann. Damit meine ich sowohl den Hallenbau als auch die Rahmenbedingungen. Das Spezielle an der Halle ist, dass wir im Laufe des Projekts eine vollautomatisierte Krananlage integrieren, die der Kommissionierung des KVH-Lagers dient. Hallen in dieser Form wurden noch nicht oft gebaut. Wir haben also keine Standard- oder Erfahrungswerte, auf die wir uns beziehen können, sondern mussten das Projekt mit wenigen Anhaltspunkten beginnen. Das betrifft auch die große Höhe über der Kranbahn, die ungewöhnliche Spannweite der Holzträger von 37,50 Metern sowie die optimierten Durchgänge und Fahrwege für Kran, Stapler und Mitarbeitende.

Bei der Konstruktion selbst mussten wir anfangs sehr „flexibel denken“. Um den äußerst engen Zeitplan einzuhalten, musste das Bausystem festgelegt werden, noch bevor alle Kräfte der Krananlage, alle Gegebenheiten und Festigkeiten des Untergrundes und alle exakten Außenmaße bekannt waren. So mussten wir uns während des Ablaufs teils ständig neuen Gegebenheiten anpassen, zum Beispiel neuen Lasten und Beschleunigungskräften. Wir arbeiten in der Kommissionierhalle überwiegend mit Stahlbetonstützen, denn nur Holz einzusetzen wäre durch die hohen Beschleunigungskräfte der Krananlage nicht mehr wirtschaftlich. Herausfordernd kommt hinzu, dass Materialbestellungen aktuell deutlich länger als normal brauchen, sodass wir alles früh ordern und teils auch lange zwischenlagern mussten. Dies erfordert eine genaue, schrittweise Planung, bei der viele Gewerke unter Zeitdruck parallel zusammenarbeiten.


Was sind die Vorteile eines Holzbaus?

Holzbauten sind ökologisch, denn wir verwenden einen regionalen, nachwachsenden Baustoff, der einen niedrigen CO2-Verbrauch hat und PEFC-zertifiziert ist. Sprich, alles, was abgeholzt wird, wird auch wieder angepflanzt. Unsere Firma unterstützt diesen Gedanken mit einem eigenen Aufforstungsprojekt in den Tropenwäldern. Dazu kommen Vorteile im Brandschutz. In Deutschland gibt es kaum noch Objekte, die errichtet werden dürfen und nicht mindestens 30 Minuten brandsicher sind. Mit Holz, auch in Kombination mit Beton, erreicht man das problemlos. Holz brennt zwar an der Oberfläche, wird einige Millimeter tiefer aber nicht beansprucht und bleibt damit tragfähig – und zwar ein Leben lang. Außerdem ist Holz gut zu transportieren und leicht zu verarbeiten beziehungsweise aufzubauen auf der Baustelle.


Worauf gilt es grundsätzlich beim Holzhallenbau zu achten?

Wichtig ist es, mit dem Kunden an einem Tisch zu sitzen und das Gesamtkonzept zu planen. Hier spielen Aspekte wie Betriebsablauf, Nachhaltigkeit, Brandschutz und Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Wir unterstützen den Kunden dabei, die für ihn optimale Halle zu konzipieren. Die sieht dann manchmal anders aus, als der Kunde sich das ursprünglich vorgestellt hat, passt aber meist besser zu seinen Anforderungen. Auch auf die Langlebigkeit legen wir Wert. Wir verarbeiten lediglich technisch getrocknetes Holz und legen unsere Konstruktion statisch für eine Nutzungsdauer von 50 Jahren aus.


Warum ist Ihnen Klimaneutralität ein Anliegen?

Wir möchten einen Beitrag für die Umwelt und den wirtschaftlichen Erfolg leisten. Das bedeutet, wir bauen möglichst autarke Gebäude und holen energie- und isoliertechnisch alles heraus. Dabei wählen wir immer den passendsten Baustoff, vor allem eben Holz. Ein 100 Prozent nachhaltiges Gebäude zu realisieren, ist in meinen Augen aber gar nicht möglich. Letztendlich sollen unsere Kunden langfristig etwas von den Projekten haben – die Mischung aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ist da die beste Lösung. Das Holz, was wir der Natur entnehmen, pflanzen wir hinterher wieder an, und zwar in den Tropenwäldern, die besonders unter Klimawandel, Abholzung und Monokultur leiden. Gemeinsam mit einer Organisation werden vor Ort die Bauern geschult – damit sie lernen, zuverlässige Einnahmequellen aufzubauen. Hinzu kommt, dass wir klimaneutral arbeiten; wir messen unseren ökologischen Fußabdruck und kompensieren diesen mit zertifizierten Umweltschutzprojekten.


Was zeichnet die Zusammenarbeit zwischen Hilger Holz und Ihnen aus?

Hilger Holz und X-Wood® blicken von Beginn an auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit. 2018 hat Hilger Holz X-Wood® den Bau des neuen Standorts in Kall anvertraut: eine 13.500 m² große Lagerhalle samt Bürogebäude. Seit Jahren ist Hilger Holz der Partner für unsere Holzlieferungen. Selbst 2021, in Zeiten von Mangel und Lieferschwierigkeiten, wurde stets zuverlässig geliefert.

Für viele Kunden ist der Bau einer neuen Halle ein Herzens-, manchmal sogar ein Lebensprojekt. Umso wichtiger ist das Vertrauen zwischen den Kunden und uns. Das gilt auch für die Preispolitik.

Bei dem aktuellen Projekt erleben wir momentan Preisschwankungen von 20 bis 30 Prozent innerhalb weniger Wochen. Das heißt, wir können ein Projekt momentan nicht zum Fixpreis verkaufen und es ist erforderlich, schnelle Entscheidungen auf dem kurzen Dienstweg zu treffen. All das funktioniert mit Hilger Holz sehr gut.

 

Weitere Infos zu X-Wood® finden Sie unter: https://www.x-wood.com

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In Holz ganz groß: Als traditionelles Sägewerk 1948 in der Eifel gestartet, zählt Hilger Holz heute zu den führenden familiengeführten Großhändlern für Holzbauprodukte aller Art in der Region und darüber hinaus.

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